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Für einen Tag mal richtig glamourös fühlen Ich erwähnte ja schon vor längerem, dass ich einer Autorin der Galmour ein Telefon-Interview zum Thema "Die digitalen Revoluzzerinnen" gab. Dazu wurden auch noch 3 andere Frauen interviewt, nämlich...

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Samstags in der InnenstadtSamstags in der Innenstadt [caption id="attachment_1327" align="alignleft" width="300" caption="CC-BY-SA Timm Schoof"][/caption]Am gestrigen Samstag war ich, nach langer Zeit mal wieder, in der Innenstadt. Und zwar um meine Meinung...

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Schlechtes Benehmen gibt es überall...Schlechtes Benehmen gibt es überall... ... aber warum begegnet es mir eigentlich so oft online? Ich hab keine Ahnung ob meine kleine Leserschaft eher weiblich oder männlich ist, wahrscheinlich ist es einigermaßen vermischt. Ist eigentlich...

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Today I made

Kategorie: Featured, Lifestyle

Anfang April kam aus dem betahaus Hamburg mal wieder ein interessantes Projekt ans Tageslicht: Mitgründer und Entwickler Wolfgang Wopperer und Modedesignerin Nicole Beholz veröffentlichten “Today I made“, eine Plattform für Bastler, Maler, DIY-Anhänger aber auch Entwickler, Köche und… eigentlich jeden. Auf der sehr simpel gehaltenen Seite kann sich jeder schnell über Twitter oder Facebook registrieren und alles vorstellen, was er gemacht hat. Digital oder “in echt” ist egal, genauso wie der Anspruchsgrad. Einfach ein Foto oder anderes Bild davon hochladen und den Satz “Today I made…” vervollständigen, das war’s schon. Man kann natürlich auch mehr dazu schreiben, wie man es gemacht hat oder wie man auf die Idee kam und so weiter. Ich habe natürlich auch längst ein Profil dort, falls jemand meine Bastel-Leidenschaft verfolgen möchte.
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Yay, Kindle!

Kategorie: Gadgets & Spielzeuge

Kindle DisplayEinige Leute in meinem Freundeskreis besitzen bereits einen und sind ziemlich begeistert, denn der eReader von Amazon bietet ja auch eine Menge Vorteile, die ich gar nicht von der Hand weisen will. Er ist klein, leicht und praktisch. Er würde in meiner Handtasche sowohl weniger wiegen als auch weniger Platz wegnehmen als jedes einzelne Buch, dass ich in den letzten Jahren gelesen habe, und er könnte gleichzeitig den Inhalt von allen gemeinsam für mich bereithalten. Der Akku hat eine bestechende Laufzeit und auch das Lesen ist angenehm, wie ich bereits mehrfach selbst ausprobieren konnte. Ja sogar nachts am kalten, windigen Dammtor-Bahnhof würden mir nicht ständig die Seiten über den Daumen geweht werden – lacht ruhig, mich hat das schon öfter mal sehr genervt. Und dann ist auch noch der Preis mit 99 Euro für ein Gerät ohne Schnickschnack gar nicht übel.

Also hab ich neulich doch mal ein bisschen Geld in die Hand genommen und mir auch einen gekauft. Dazu erst mal diverse Klassiker usw. kostenlos aus dem Kindle-Shop besorgt und natürlich auch bei der Aktion kostenloser Bücher zu Ostern abgesahnt, wie man das so macht eben. Am Wochenende hab ich es dann auch endlich geschafft, mal eine Weile zu lesen. Besonders interessiert war ich an der Bilddarstellung auf dem Kindle, denn das E-Ink-Display hat natürlich keine Farben. Und das ist auch das einzige Manko, denn ansonsten sind die Fotos und auch Zeichnungen gestochen scharf zu erkennen.

Das zu Visualisierungszwecken gezeigte eBook ist übrigens “Vom Jungfernstieg in die HafenCity – Eine VIADAVINCI-CityTour“, welches es bei der Osteraktion auch gratis gab – mittlerweile kostet es wieder 1,99 € und ist nicht nur für Hamburg-Besucher einen Blick wert.

Project Unbreakable

Kategorie: web2.0

Sometimes just the act of sharing a painful secret can relieve some of the pain

- Maryland

Nur eine kurze Empfehlung am Sonntag: “Project Unbreakable – The beginning of healing through art” ist ein Tumblr, auf dem Opfer von Missbrauch Poster mit Zitaten ihrer Peiniger zeigen. Das Projekt wurde von Grace Brown initiiert, die selbst ebenfalls Opfer von sexuuellem Missbrauch in ihrer Familie wurde. Es soll den Opfern helfen, sich der benutzten Worte wieder zu bemächtigen.

I love JvM

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Kategorie: Diskussionsbedarf, Featured

Heute morgen wurden auf Twitter mal wieder Vorwürfe gegen böse Werbung laut. Diesmal aber keine drohenden Shitstorms wegen Fleischverzehr, Regenwaldvernichtung oder Menschenrechtsverletzungen, sondern ein Plagiatsvorwurf an die berühmt-berüchtigte Werbeagentur Jung von Matt. Schon wieder. Die “Big Player” der Werbebranche, klauten sie eine Idee oder ließen sie sich nur inspirieren? Wie früher bereits Steve Jobs (falsch) zitierte: Good artists copy, great artists steal. Eine beliebte Rechtfertigung, wenn gerade im Kreativbereich Verdachtsmomente für ein Plagiat aufkommen, doch kann man solche Vorwürfe wirklich einfach mit einer Handbewegung vom Tisch fegen?
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Ausmisten leicht gemacht – Online-Medien-Ankäufer im Vergleich

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Kategorie: dies und das

Jaha, sowas tun Leute (und damit meine ich mich): Ausmisten. Kistenweise alte Bücher, CDs und DVDs aus dem eingestaubten Regal nehmen und überlegen, was man sinnvolles damit tun könnte, was auch nicht mit all zu viel Aufwand verbunden ist. Stundenlang auf’m Flohmarkt sitzen um am Ende nicht mal die überteuerte Standgebühr wieder zu bekommen? Nein danke. Einzelne Artikel per Hitflip und Konsorten alle paar Wochen zur Post bringen und vom ertauschten Guthaben eh nichts dort haben wollen? Auch irgendwie blöd. Eine Bibliothek aufsuchen um dann festzustellen dass die ganz schön wählerisch sind was Spenden angeht? Argh! Jetzt reicht’s – Internet hilf mir gefälligst. Und das tut es.

Es gibt eine ganze Menge von Ankäufern für Medienprodukte, wie ich nach kurzer Suche schnell feststellte. Nicht nur der alte Bekannte reBuy und der neue Bekannte Momox, sondern bieten auch große Händler wie amazon oder buecher.de einen Ankaufs-Bereich. Außerdem gibt es noch eine Vielzahl kleinerer oder unbekannter Händler. Und wie so oft lohnt sich der Vergleich: Für das selbe Buch wurden mir die unterschiedlichsten Ankaufspreise angeboten, teilweise wurde von manchen Händlern bis zu 600% mehr geboten. Gut, das war natürlich der Extremfall. Aber ab einer gewissen Menge machen sie auch 30 Cent pro Artikel schwer bemerkbar, und mein primäres Ziel war vor allem, möglichst viele Artikel auf einmal los zu werden, denn nicht jeder nahm jeden Artikel überhaupt an.

Hier der Vergleich der Anbieter anhand von vier Beispielartikeln: weiterlesen

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Kategorie: dies und das

Es gibt öfter mal Momente in meinem Leben, da denke ich, gerade ist doch alles blöd und früher war alles ja viel besser. Dann wünsche ich mir, ich könnte die Zeit zurückdrehen zu diesem Punkt und dort weitermachen, und von da an alles besser machen. Vor einer Weile hatte ich mal wieder so eine Phase, der ein oder andere hat’s wohl bemerkt und mich in Grinch umgetauft. Aber nachdem ich jetzt eine Weile drüber nachgedacht habe ist mir klar geworden (unabhängig davon dass die Möglichkeit einfach zurückzugehen sowieso gar nicht real existiert), dass eigentlich früher gar nicht alles besser war. Es gab früher genauso viele schöne wie doofe Momente. Aber die doofen verdräng ich einfach und bewahre mir nur die schönen Erinnerungen. Das führt dann zu solchen Fehlschlüssen wie “vorher war alles besser” und ist ziemlich kurz gedacht. Deshalb hab ich jetzt auch einfach beschlossen, mich nicht an irgendwelchen Zeitpunkten der Vergangenheit festzuklammern, sondern mir stattdessen mögliche, schöne Zukunftsmomente auszumalen. Und dann auf diese hinzuarbeiten, damit es möglichst auch wirklich dazu kommt. Oder wenigstens nah dran landet.

Und deshalb hab ich meinen neuen Job gekündigt. Aber nicht um zur vorherigen Firma zurückzukehren. Da war zwar manches besser, aber auch nicht alles. Und stattdessen stelle ich mich einfach nochmal der Herausforderung einer anderen neuen Firma. Das Potenzial ist da – ob es sich dort entfaltet wird man dann sehen. Falls jemand neugierig ist: Nach der Expedition am Nordpol geht es mit ähnlichem Wortspielpotential weiter: Ich werde ab April Pilot. Bei pilot. Und dann frag ich auch am Anfang gleich nach, wie viel sie wohl für den Domainnamen hingeblättert haben.

Für einen Tag mal richtig glamourös fühlen

Kategorie: Featured, Lifestyle

Ich erwähnte ja schon vor längerem, dass ich einer Autorin der Galmour ein Telefon-Interview zum Thema “Die digitalen Revoluzzerinnen” gab. Dazu wurden auch noch 3 andere Frauen interviewt, nämlich Katharina Borchert (Geschäftsführerin von Spiegel Online), Nela Panghy-Lee (Moderatorin und Prominente auf Twitter) und Agnieszka Krzeminska (Beraterin für digitale Strategien und Online-Planning). Für den Artikel sollten wir uns dann alle vier im Januar in einem süßen kleinen Café in Hamburg treffen, um ein paar tolle Fotos zur Bebilderung des Artikels zu machen. Am 15. Januar war dieser Termin, und es war ein sehr interessantes Erlebnis. Mit professioneller Make-Up-Artistin, Hair-Stylistin, einem Stylisten für die Klamotten, dem Fotografen und seiner Assistentin sowie der Art Directorin der Glamour – und mitten dazwischen noch Tanja, die Besitzerin des Cafés (Adele & Clodwig – tolles Ambiente, super netter Service!), wir vier Frauen und eine aufgeweckte Hündin (“Zu Hause macht sie das nie!”).

Alle waren gut drauf, super offen und unglaublich nett, es war der reinste Spaß. Wir wurden geschminkt, so wie immer nur in “fototauglich”, und wie ich dabei so mit dem Gesicht aus dem großen Fenster hinaus guckte und von vielen Spaziergängern ganz offen angestarrt wurde, fühlte ich mich schon ein bisschen komisch. Nachdem auch die Haare in Ordnung gebracht wurden durfte ich ganz wie beim Shoppen an die große Kleiderstange an der ein bunter Mix aus verschiedenen Sachen darauf wartete, dass ich mir etwas aussuchte in dem ich mich wohl fühle. Etwas merkwürdig war dabei nur das Gefühl zu bedenken, dass die Bilder ja in der März-Ausgabe erscheinen, wir aber erst Januar und einen der ausnahmsweise kältesten Tage dieses Winters erwischt hatten. Ich habe mir trotzdem ein ärmelloses Kleid in meiner Lieblingsfarbe lila ausgesucht, weil ich ganz ähnliche Kleider und Farben auch in meinem Kleiderschrank habe und mich damit eben wohl fühle. Der Anweisung “zieht bloß nicht alle schwarz an” war damit also auch genüge getan.

Da ich als erste komplett fertig war wurden auch von mir als erstes die Portrait-Aufnahmen gemacht. Ganz locker, wenige Anweisungen wie ich die Arme halten könnte und ab und zu kommt Christian und fummelt meinen BH-Träger wieder unter die Träger des Kleides. Schon etwas merkwürdig, wenn jemand kommt und an deinen Klamotten rumzupft – erinnert ein bisschen an Mutti als man noch im Kindergarten war. Nach den Einzelaufnahmen haben wir schon mal mit ersten Paar- bzw. Gruppenbildern angefangen, ebenfalls total locker. Einfach am Café-Tisch sitzen, die Getränke weiter trinken und sich unterhalten. Mit Agnieszka ja noch kein Problem, da wir uns sowieso kennen und öfter sehen. Mit Nela und Katharina dann anfangs etwas ungewohnt, worüber soll man denn so reden? Doch das hat sich zum Glück auch schnell ergeben. Gemeinsame Themen gab es schließlich genug, allein Twitter bietet ja erstmal eine gute Grundlage. Wir sprachen außerdem auch über unseren Arbeitsalltag und wie weit uns unsere digitalen Themen dabei eine Rolle spielen, wie Nela zum Beispiel immer wieder versucht beim ProSieben-Programm Twitter mehr einzubringen, oder dass Katharina drei Smartphones hat – ein Blackberry für Emails wegen der haptischen Tastatur und dazu ein iPhone und ein Android-Gerät, denn immerhin muss sie zum Beispiel auch Apps absegnen und kann das viel besser, wenn sie sich das ganze nicht nur auf dem entsprechenden Gerät anguckt, sondern auch ein Gefühl dafür hat, wie die Nutzer des jeweiligen OS damit so umgehen. Das während all dieser Gespräche der Fotograf rechts und links und vor und hinter uns herumlief und munter knipste, bemerkte ich schon fast gar nicht mehr, und genau das war auch das Ziel der Sache, da wir uns so ganz natürlich gaben und nichts gestellt wirkte. Anfangs gab es noch immer wieder Pausen, in denen Tanja sehr gut für unser leibliches Wohl sorgte, und später fühlte sich die ganze Situation sowieso wie eine große Kaffeepause an. So merkte ich auch kaum, das ich über fünf Stunden dort gewesen war und war danach auch kein bisschen kaputt, eher im Gegenteil.

Ich freue mich, so einen schönen Tag erlebt zu haben und dabei auch so tolle Gespräche geführt zu haben – nicht nur am Cafétisch mit den anderen Frauen, sondern auch drumherum mit allen Mitwirkenden. Und wer sich die Ergebnisse ansehen will, der kann jetzt zum nächsten Kiosk laufen und sich die aktuelle Glamour besorgen – da ist alles drin abgedruckt. Mein eigenes Belegexemplar habe ich leider immer noch nicht – wird wohl heute (hoffentlich) im Briefkasten sein und ich war schon ziemlich neidisch, als eine Bekannte mir bereits am Freitag bei Facebook auf die Pinnwand schrieb “Oh, du bist ja in der Glamour!” da sie als Abonnentin die Zeitschrift bereits vor dem Erscheinungstag bekommt. Auch am Montag-Morgen gleich eine ganze Menge Feedback, bevor ich bei einer Kollegin (die die Glamour gleich auf dem Weg zur Arbeit gekauft hatte) endlich dazu kam auch mal rein zu gucken und mir das Gesamtkonstrukt anzusehen.

Samstags in der Innenstadt

Kategorie: Featured, Veranstaltungen, web2.0

Demonstranten am Hamburger Hauptbahnhof

CC-BY-SA Timm Schoof

Am gestrigen Samstag war ich, nach langer Zeit mal wieder, in der Innenstadt. Und zwar um meine Meinung öffentlich kund zu tun, auf einer Demonstration, die sich gegen #ACTA richtete. Ich habe keine Ahnung, wie viele Menschen es letztlich waren, ich bin miserabel im Schätzen. Die Veranstalter nannten zwischendurch die Zahl 5.000, die mir realistisch erscheint. Vor allem war ich aber überrascht, gar nicht so sehr von der Zahl der Menschen, sondern vom durchschnittlichen Alter. Ich fühlte mich beinahe alt. Es waren unglaublich viele Jugendliche dort, und nicht nur die klischeemäßigen verpickelten Außenseiter, sondern tatsächlich ein breiter Querschnitt aus “unserer Jugend”, also Jungen wie Mädchen, in Gruppen oder auch nur zu zweit. Auch wenn ich grundsätzlich beim Anblick zweier Mädchen, die mit dem Starbucks-Becher in der Hand während einer Zwischenkundgebung laut zustimmend “woohoo” rufen, persönlich ja eher skeptisch gegenüber stehe, so bin ich doch ein bisschen positiv überrascht, wie Timo es schon ganz passend ausdrückte:
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Schlechtes Benehmen gibt es überall…

Kategorie: Featured, Soziale Netzwerke, web2.0

… aber warum begegnet es mir eigentlich so oft online?

Ich hab keine Ahnung ob meine kleine Leserschaft eher weiblich oder männlich ist, wahrscheinlich ist es einigermaßen vermischt. Ist eigentlich auch gar nicht so wichtig, jedenfalls wenn ich nicht mit der Frage “Kennt ihr das?” einleiten wollte, die ich eher der Damenschaft stellen kann. Es geht um Folgendes: Ich bin ja ein recht offener Mensch. Ich twittere Privates und Kleinkram aus meinem Leben, und auf Facebook gibts davon sogar noch deutlich mehr weil diejenigen die es lesen können wohl ein wenig eher an meinem Privatleben interessiert sind als die breite Öffentlichkeit. Ich stelle oft Fragen wie “Was soll ich nur anziehen?” oder “Kleines Rotes oder kleines Schwarzes zur Casino-Nacht?”. Einfach, weil ich mich oft nicht entscheiden kann, weil ich Spaß an der Freude habe und weil ich mich gerne mit Klamotten beschäftige.

CC by-nc-sa 2.0 flickr-User toosuto

Und jedes, aber auch wirklich jedes Mal, wenn es um Bekleidung geht, schreiben mir grundsätzlich einige Kandidaten (das Geschlecht könnt ihr euch selbst denken) dazu, ich solle doch gar nichts anziehen. Oder nackt gehen. Oder im Eva-Kostüm. Oder meine Gänsehaut tragen. Wahrscheinlich halten sich die Urheber der jeweiligen Sprüche dabei auch noch für unglaublich witzig. Erstens sind die meisten Sprüche diesbezüglich ausgelutscht oder aber ganz einfach nicht witzig, egal was für einen Humor man hat. Allein das können sich diese Leute bitte schon mal hinter die Ohren schreiben. Wenn ich behaupten würde, dass sogar die Witze von meinem Vater besser sind, wäre es eine Beleidigung für meinen Vater überhaupt in diesen Vergleich einbezogen zu werden. Und zweitens ist es dem ursprünglichen Anliegen kein Stück hilfreich, also schlicht unnötig für mich. Es interessiert mich nicht, ich will es nicht wissen, es nervt.

 

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Das fängt ja gut an!

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Kategorie: dies und das, Featured

Ich finde Jahresrückblicke doof. Deshalb bin ich auch keine Geschichtslehrerin geworden und mache lieber einen Ausblick auf das, was 2012 so kommt. Erstes einschlagendes Ereignis ist wohl mein Arbeitsbeginn bei Nordpol+. Die erste Woche ist bereits um und es gab viel Neues, viel zu lernen, viel zu tun. Noch im Januar gehts dann auch privat spannend los, denn ich gab schon im letzten Jahr zum ersten Mal jemandem für ein klassisches Medium (ja, so auf totem Holz gedruckt) ein Interview und dafür werden jetzt bald auch noch professionell Fotos gemacht. Inklusive Stylist. Ich spring schon im Quadrat. Und auch im Februar, März und April gibts weitere aufregende Ereignisse, sowohl beruflich als auch privat, und höchstwahrscheinlich auch im ganzen Rest des Jahres.

Was aber viel wichtiger ist: Obwohl ich auch Neujahrsvorsätze prinzipiell doof finde (wozu bis Silvester warten um sein Leben zu verbessern?) habe ich für das Jahr 2012 trotzdem einen. Und damit habe ich auch schon angefangen, sogar bereits vor Silvester, eben weil ich ja Neujahrskram auch doof finde und tolle Sachen am liebsten immer gleich sofort machen will. Und weil man sich mehr unter Druck gesetzt fühlt wenn man seine Vorsätze anderen Leuten erzählt, mache ich das jetzt auch. Es klingt total banal, und für viele Leute mag es das auch sein, für andere, unter anderem mich, aber wiederum nicht: Ich möchte einfach glücklich werden. Leichter gesagt als getan, wenn man mich in meinen dunklen Stunden kennt jedenfalls. Trotzdem habe ich ein Rezept entdeckt, das ich jetzt umzusetzen versuche: Die Dinge einfach halten und nicht unnötig verkomplizieren oder all zu viel darüber nachdenken. Wenn es mir schlecht geht nicht darüber nachdenken wer gerade alles keine Zeit für mich hat und deswegen in dem Moment voll blöd ist, sondern jemanden finden der Zeit hat und mit dem dann darüber reden. Wenn es mir gut geht und jemand daran beteiligt ist ihm das auch einfach mal sagen (tut auch allgemein ziemlich gut). Nicht viel darüber nachdenken wer jetzt was (schlechtes) von mir denken könnte wenn ich sage, dass ich manchmal nachts im Bett liege und Angst habe wie ein kleines Kind. Einfach aufhören darüber nachzudenken dass manche Freunde gar nicht so tolle Freunde sind wie ich gedacht habe, sondern stattdessen doch eher Bekannte. Doofe Dinge hinnehmen und unter “blöd gelaufen” verbuchen und beim nächsten Mal einfach versuchen, es besser hinzukriegen. Und wenns zwei Mal schlecht war eben zwei Mal unter “blöd gelaufen” abspeichern, ist doch kein Weltuntergang.

Ich neige dazu, gerade von mir selbst die aller höchsten Erwartungen zu haben und vergesse manchmal, dass ich doch genauso ein Mensch bin wie alle andern um mich herum. Ich verzeihe anderen oft sehr leicht, mir selbst dagegen viel zu schwer. Ich will tausend hoch gesteckte Ziele erreichen und bin von mir enttäuscht weil es nicht sofort klappt, statt mich einfach darüber zu freuen, dass ich den halben Weg schon geschafft habe. Ich will immer Hollywood-Romantik haben und lerne erst, dass es die nicht gibt. Sonst würde nämlich auch gar keiner mehr ins Kino gehen. Ich erwarte viel zu oft Thaumaturgie von meinem Umfeld, indem ich auf mein Handy starre wenn es mir schlecht geht weil ich mir wünsche, dass genau jetzt meine beste Freundin anruft um mich zu fragen wie es mir geht. In Zukunft rufe ich sie dann einfach selber an. Eigentlich alles ganz einfach. Und diesmal wirklich.