Viele beschweren sich oder machen sich darüber lustig, dass diverse Apple Produkte wie besonders das neue iPad, aber auch z.B. iPhone und iPod Touch kein Flash beherrschen. Morgan Adams, Flash Entwickler aus Ohio, hat aus seine Sicht einige interessante Aspekte zu dem Thema beleuchtet und auf dem RoughlyDrafted Magazine veröffentlicht: Er sagt, das iPad wird niemals Flash können – und vor allem sollte es das auch nicht! Aber warum sagt das jemand, der mit Flash Entwicklung sein Geld verdient? Eigentlich ganz einfach: Weil er weder Luftschlösser baut und vor allem noch Flash in seinen Möglichkeiten amputieren will.

Der Kernpunkt der Sache ist nämlich folgender: Auf allen Arten von Touchpads lässt sich kein Mouseover durchführen. Man kann entweder berühren und damit klicken, oder nicht berühren und damit nichts tun. Ob mans glaubt oder nicht, eines der zentralen Elemente von Flash ist nun mal die Mousover-Funktion. Man denke nur mal an Videoplayer wie beispielsweise auf Vimeo: Ohne Mouseover kommen Zeitleiste und Play-/Pause-Knöpfe gar nicht zur Sicht. Doch Videos sind ja nicht mal das wichtigste, was mit Flash realisiert wird (und dafür gibt es ja bekanntermaßen auch andere Lösungen wie eine Youtube-App etc.).

Was die meisten Leute wollen sind Flashgames, egal ob Farmville auf Facebook oder irgendein Minigolf in der Mittagspause. Denn auf das weitere häufig eingesetzte Flash im Web – nämlich in Form von Werbebannern – können die Nutzer dagegen wieder gerne verzichten. Für Flashgames werden entweder Mousefollower oder aber die Tastatur eingesetzt. Aber iPad und iPhone besitzen doch Tastaturen? Ja, doch der Unterschied zwischen einem langen und einem kurzen Druck muss genauso abgebildet werden können, wie das Drücken mehrerer Knöpfe gleichzeitig – nebenbei wird auch noch die Cursorposition (Laufen) umgesetzt.

Welche Lösungen kämen überhaupt in Frage? Möglichkeit 1 kennen wir alle: Flash wird einfach nicht unterstützt. Das finden aber alle doof. Was sagt ihr denn so zu den Alternativen?
Entweder man sieht die Flashanwendungen, kann damit aber nicht alles machen, was die Flashanwendung kann, weil beispielsweise Tastatur und Mousover fehlen. Sehr schönes Beispiel übrigens auf dem Google Nexus One als Video hier bei gizmodo, wo jemand versucht Farmville zu spielen (nach 1 Min ist er auf Facebook, nach 2-3 Min ist Farmville – auch noch fehlerhaft – geladen und er versucht ein Feld zu pflügen, nach 5 Min hat er’s erfolglos aufgegeben und glaubt trotzdem noch, dass das Nexus One deswegen toller als das iPhone ist…). Und Farmville benutzt zwar Mouseover, aber nur als Schmuckelement und nicht für zentrale Funktionen. Farmville gehört damit tatsächlich zu den wenigen Flashanwendungen, die ohne Mouseover und Tastatur auskommen – womit wir gleich bei der letzten Möglichkeit wären:

Flash benutzt keine Mousovers, Mousefollowings und tastaturausgelösten Knöpfe mehr. Wartet, wofür benutzt man dann überhaupt noch Flash? Ach ja, für längere Ladezeiten…

Danke an Flo!