Flattr nach dem ersten Monat

So langsam geht’s los in der Blogosphäre mit Flattr (wer nochmal wissen will was das ist bitte einfach unter den ähnlichen Artikeln unten nachlesen). Große Blogs wie netzpolitik.org, Spreeblick, Carta und auch die Online-Version der taz haben den Micro-Payment-Dienst eingebunden und nun ihre erste Abrechnung miterlebt. Dabei rausgekommen ist so einiges, je nach Bekanntheit des Blogs ging es sogar über 200 € für einen angebrochenen Monat. Am meisten geflattrd wurde übrigens der Chaosradio-Podcast – wobei das nicht zwangsläufig das meiste Geld bedeutet, aller Wahrscheinlichkeit nach dagegen wieder doch.

Bei allen Einzelauswertungen die ich so gelesen habe gab es tatsächlich eine interessante Gemeinsamkeit: Der durchschnittliche Wert eines Klicks. Bei den meisten beläuft er sich auf ca. 15 Cent.

Wichtige Faktoren sind natürlich erstens die immer noch geschlossene Beta-Phase, durch die noch nicht so viele Nutzer dort sind wie sie sein könnten, andersherum die Start-Euphorie (ich hab jetzt ’n Account, oh da ist ein Knopf, oh da noch einer, klick, klick, klick…) die möglicherweise den Wert des Klicks drückt – gleichzeitig auch die Anzahl der Klicks hochtreibt. Diese Dinge sollten sich mit der Zeit relativieren und deswegen werden „richtige“ Statistiken zu sowas erst deutlich später möglich sein.

Wie Peter Sunde im Interview mit netzpolitik.org sagte wird sich der offene Start des Dienstes wohl noch einige Zeit hinziehen (geplant war er für den 01.06.), da nach wie vor noch Fehler gefunden und beseitigt werden müssen. Zusätzlich musste gestern mit einem ca. 2-stündigen DDoS-Angriff gekämpft werden, auch heute ist seit der Mittagszeit wieder kein runder Betrieb möglich (ärgerlich, weil ich meine eigenen Statistiken gerne nochmal einsehen wollte).

Als kleiner Einblick in meinen Kopf: Für mich ging der zweite Monat (bzw. der erste vollständige Monat) zu Ende, woraufhin ich erstmal meinen monatlichen Beitrag erhöht habe, weil meiner Meinung nach am Ende des Mai zu wenig pro Klick übrig geblieben war. Dank der größeren Verbreitung habe ich nämlich auch mehr geklickt. Logisch, oder?

Ich schaue mir jedenfalls gespannt weiterhin die Entwicklung von Flattr an. Und versuche mich zwischendurch noch in Findung guter Verben und Adjektive (geflatterd – wie klingt das denn…)

5 Gedanken zu „Flattr nach dem ersten Monat“

  1. geflattred ist halt wie getwittert, klang anfangs auch sicher auch blöd, hat sich aber eingebürgert.
    Die Dinge, ich gerne flattren würde, haben leider immernoch keinen Flattr Button. Dabei werden die Beta-Keys rausgehauen, wie sonst was. „Ich habe noch zwei Keys übrig“ etc.

    Nun denn, ich hoffe es verbreitet sich einfach noch viel mehr.

    1. Also ich habe meine Invites alle rausgehaun (in der Hoffnung dass wie angekündigt bald mehr kommen 😀 ) und werde trotzdem noch gefragt. Also rausgehauen wie sonstwas sieht für mich noch ein bisschen anders aus, aber im Vergleich zum April hast du recht, es ist langsam die erste Nutzerbasis da auf die man schauen kann.

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