Die WM 2010 aus anderen Perspektiven

Mal abgesehen von Viral-oder-auch-nicht-Viral „Schland oh Schland“ und so nem Zeugs will ich diesen Beitrag mal der WM 2010 widmen. Aber nicht mit Grafiken wie unserer eigentlich Tor-Linie liegt und so, sondern lieber mit Videos, über die ihr ein bisschen nachdenken könnt.

Den Anfang macht „Go South Africa“ (Video via nero, superfresh): Über schwarz und weiß aber ohne grau, miteinander statt gegeneinander, und das im Fußball.

Go South Africa! from Sir Moving Images on Vimeo.

Doch jetzt zu einem anderen ernsten Thema.

The worst Part of Censorship is...

Eine der Mannschaften, die in der Gruppenphase ausgeschieden ist und für die es sowieso ein Wunder war, dass sie sich qualifizierten, ist Nordkorea. In der Politik der so genannten „Demokratischen Volksrepublik Nordkorea“ herrschen Zustände, bei denen man sich die Haare ausraufen möchte. Schaut euch mal folgendes Video an:

Dieses Video ist nicht echt und das ist auch ganz einfach zu ergründen: In Nordkorea werden normalerweise keine Spiele live übertragen. Auch nicht mit Janet-Jackson-Zeitversatz. Einfach gar nicht. Das einzige Spiel, das gezeigt wurde war das Spiel der nordkoreanischen Mannschaft gegen die portugiesische (gerade das Spiel, das 0:7 ausging…). Die zweite Hälfte wurde übrigens gar nicht mehr kommentiert – das war wohl einfach zu qualvoll für den Nationalstolz.

Auch wenn das Video nun nicht echt ist, zeigt es die theoretisch mögliche Verzerrung eines Weltbildes. Ausländische Touristen beispielsweise dürfen von Nordkorea auch nicht viel sehen, sobald sie einen Fuß vor die Hoteltür setzen wird ihnen ein speziell ausgebildeter Touristenführer zur Seite gestellt (nicht optional versteht sich), der mit ihnen geplante Routen abläuft. Dabei wird zum Beispiel auch viel Wert darauf gelegt, dass die landwirtschaftlichen Maschinen, die die EU als Förderhilfe in dieses Land schickt, bloß niemand zu Gesicht bekommt. Passiert leider gelegentlich doch (sonst wüsste ich davon schließlich auch nichts), und man fragt sich darüber halb im Scherz, doch mit bitter ernstem Hintergrund: Was passiert wohl mit dem Bauern, der den Traktor nicht rechtzeitig versteckt hat?

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