MarkUps mit Markup.io – markieren, kommentieren, teilen

Ich hab mal wieder ein wunderbares Tool entdeckt, dass ich euch nicht vorenthalten will! Es eignet sich vor allem für kollaboratives Arbeiten mit Websites, und außerdem macht es auch ziemlich Spaß. Es geht um das gerade mal 6 Tage alte Tool MarkUp.io, mit dem man auf Webseiten rumkritzeln und Kommentare schreiben kann. Vor allem nützlich für Leute, die gemeinsam an Projekten arbeiten und dem Kollegen, der nicht unbedingt im selben Raum sitzt, einen bestimmten Punkt zeigen wollen, oder einfach Anmerkungen direkt an verschiedenen Stellen platzieren.

Für gewöhnlich macht man das, indem man einen Screenshot der Webseite in das Bildbearbeitungsprogramm seiner Wahl zieht, und dann mit Pfeilen, Unterstreichungen und Texten darauf rumkritzelt. Mit MarkUp spart man sich den Screenshot und außerdem das Übertragen der Datei – denn für jede bearbeitete Seite gibt es eine Share-Funktion, die auf eine individuelle URL verweist, die man dem Kollegen einfach schicken kann. Ein weiterer Vorteil auf längeren Seiten ist, dass man sich das ein-Screenshot-pro-Bildschirmhöhe-Gedöns spart. Das Tool zeigt ja die Seite in voller Länge an.

Das Arbeiten könnte einfacher kaum sein. Keine Registrierung, einfach ein Bookmarklet in den Browser ziehen, draufklicken und loslegen. Es blendet sich eine kleine Werkzeugleiste oben rechts ein die auch frei verschiebbar ist und verschiedene Tools bietet: Neben dem Pinsel, der sowohl Farbe als auch Dicke einstellen lässt, gibt es fertige Formen wie Pfeil, Kreis etc. und ein Textfeld. Die gängisten Tastaturkürzel wie STRG+Z werden unterstützt (ich könnte nicht leben ohne STRG+Z…) und gesetzte Markierungen lassen sich nachträglich auch noch bearbeiten oder entfernen.

Versehentliches zu frühes Sharen passiert dank dem Slider auch nicht. Zugegeben, neu ist das wirklich nicht, aber definitiv wirkungsvoll um verärgerten Benutzern und verschenktem Speicherplatz und Kurz-URLs vorzubeugen.

Besonders gefällt mir, dass derjenige, der eine kommentierte Seite weiter bearbeiten möchte, die freie Wahl hat: Blank beginnen oder die Markierungen des Vorgängers behalten. Denn spätestens nach dem dritten Durchgang wäre es mal Zeit, aufzuräumen.

Lediglich ein paar kleine Mankos sehe ich derzeit: Erstens kann man die Markierungen des Vorgängers nicht bearbeiten, wenn man sie übernimmt. Um zum Beispiel einzelne rauszulöschen, weil sie erledigt werden und andere stehen zu lassen, weil man die Anmerkung für fragwürdig hält.

Außerdem stört mich, dass bei einem gesharten Markup die ursprüngliche Seite, die dahinter liegt, nur noch wie ein Hintergrundbild vorhanden ist. Man kann also z.B. keine Texte mehr rauskopieren oder so, alles ist nur noch optisch vorhanden.

Das letzte Manko ergibt sich durch etwas, das gleichzeitig auch ein Vorteil sein kann: Seiten, die hinter Passwortschutz liegen, werden für den Betrachter so offen. Das heißt zum Beispiel, ich kann einen Eintrag in meinem ganz individuellen Facebook-Newsfeed bemalen, und derjenige mit dem ich die URL teile hat dann den Einblick in mein Newsfeed. Und er kann trotzdem nicht „als ich“ agieren, indem er sich von dort aus weiterklickt. Für den Nutzer heißt das aber natürlich auch wachsam sein, man will bestimmt nicht jedem sein Newsfeed zeigen, auch aus Rücksicht auf die darin enthaltenen Einträge Dritter, die nicht für jeden bestimmt sind.

Insgesamt finde ich MarkUp einen wirklich gelungenen Dienst, obwohl er noch sehr jund ist und sich noch in der Beta befindet sind mir keine Bugs aufgefallen und die Idee dahinter ist so einfach wie großartig.

3 Gedanken zu „MarkUps mit Markup.io – markieren, kommentieren, teilen“

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