Keine Zukunftsmusik mehr: Flattr offline

Flattr hat gestern abend einige interessante Neuerungen verkündet. Dazu gehört unter anderem die Möglichkeit der direkten Spende eines festen Betrags, endlich eine offiziellen Bekanntmachung an welche Charity-Projekte ungenutztes Guthaben gespendet wird und das für mich größte Ding: Flattr-barkeit von Dingen, die sich nicht im Internet sondern in der realen Umgebung befinden.

Bei zeitweise fand sich diese Idee schon vor längerer Zeit, was ich damals auch hier schon beschrieb, und nun ist es wirklich umgesetzt. Es wird über einen QR-Code realisiert, der mit einer offiziellen App von Flattr ausgelesen wird. Übrigens gibt’s direkt ab Launch nicht nur iPhone und Android-Apps, sondern außerdem auch für Symbian und Windows Mobile.

Ich mag die Herangehensweise von Flattr sehr. Nicht nur, dass sie ihre User auffordern, ihnen mitzuteilen welche Seiten sie gern flattrn würden und damit sehr gut auf die User eingehen, sondern auch, weil der (übrigens immer noch im Beta-Stadium befindliche) Dienst sich häufig und großartig weiterentwickelt und alle Entwicklungen transparent kommunizert werden.

Es sind die Kleinigkeiten, die alles irgendwie toller und besser machen. Ein übersichtlicheres Dashboard, Funktionen, die das Handling leichter gestalten (wie erst kürzlich die Abo-Funktion „Subscriptions“) oder neue Button-Designs und vor allem die Auswahl zwischen ihnen.

Außerdem zeichnet sich rund um Flattr ganz langsam ein ähnlicher Trend wie bei anderen beliebten Web2.0-Diensten ab: Drittanbieter, die ihre eigenen Ideen umsetzen und dank irgendeiner API (dieses Zeug werde ich nie verstehen) so direkt mit dem Dienst kommunizieren. Es gibt zum Beispiel ein schönes WordPress-Plugin für’s RSS-Feed, das ich übrigens auch nutze, oder Webseiten wie imFlattrd.com, wo Möglichkeiten geboten werden, die Flattr selbst (noch?) nicht realisiert hat oder aus irgendwelchen Gründen nicht selbst realisieren möchte. Und ja, ich habe bei dem Dienst natürlich auch ein Profil, wen’s interessiert.

So, und in diesem Sinne: überlegt doch selbst mal dem Kulturzeug dass ihr betreut auch einen Flattr-Account anzulegen, um auf eine neuartige Weise dafür Kleingeldspenden annehmen zu können, oder so. Macht bestimmt Spaß. Die besten Ideen habt ihr aber bekanntlich selbst, also macht was draus (das war mein pädagogischer Beitrag für heute).

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