ifttt Kurzvorstellung und ein Invite zu verlosen

ifttt heißt ein Webdienst, der kürzlich von sich reden machte und das große Spielchen um Einladungsgewusel wieder aufleben ließ. „If this then that“ ist besonders dem Programmierer eine recht geläufige Begrifflichkeit um Zusammenhänge zu verknüpfen. Der neue Webdienst, welcher mich ganz besonders durch sein minimalistisches Design und lineare Usability besticht, macht sich zur Aufgabe, Prozesse zu automatisieren. Prozesse, die viele kleine Einzelanwendungen überflüssig machen könnten wie zum Beispiel „Selective Tweets“ für Facebook oder die zahlreichen Twitter-Plugins für WordPress.

ifttt erlaubt jedem ganz einfach, durch eine Aktion eine weitere auszulösen, kreuz und quer über diverse Web2.0-Dienste hinweg. Dies geschieht durch die Kombination aus „Trigger“ und „Action“. Beispiel gefällig? Ich empfehle einen Beitrag im Google Reader. Klassischerweise sieht den dann jeder, der regelmäßiger Leser bei meinen Empfehlungen ist, sonst aber niemand. Also generiere ich mit ifttt einen Task: Wenn ich einen Beitrag im Reader empfehle (<- Trigger), dann… Hier habe ich wiederrum die Wahl zwischen meinen zahlreichen Webdiensten. Ich entscheide mich zum Beispiel, die Empfehlung bei Facebbok als Link reinzuschieben (<- Action), dazu nehme ich noch den Beitragstitel und den Feednamen mit in den Beschreibungstext auf (Add-ins).

In sieben Schritten für einen Task (Befehl) sind je nachdem, wie viele Webdienste man so nutzt, Hunderte oder Tausende von Kombinationen denkbar.

Kleines Manko: Einige sehr interessante Trigger oder Actions sind derzeit nur in den USA verfügbar. Dazu gehören das Wetter sowie Anruf und SMS. Wer im Besitz einer amerikanischen Telefonnummer ist, kann es natürlich trotzdem nutzen.

Sehr gut gefällt mir die absolut einfache Bedienung und die tolle Übersichtlichkeit, die dank großer Texte und Symbole gegeben ist. Es gibt jedoch auch ein paar Dinge, die mir derzeit nicht gefallen, die aber im Laufe der Zeit noch verbessert werden – schließlich ist der Dienst derzeit noch in einer geschlossenen Beta-Phase: Erstens kann man je Dienst nur einen Account und bei Facebook nur seinen privaten Account, nicht jedoch die Pages von denen man Admin ist, ansprechen. Mehrere Twitter-Accounts lassen sich damit also auch nicht verwalten. Genau diese Punkte sind jedoch bereits in der Mache, was ich heute früh als Antwort auf mein Feedback erhalten habe. Außerdem würde ich mir insbesondere bei Twitter aber auch bei Facebook noch speziellere Trigger wünschen, um den Dienst effizient zu nutzen. Und ein weiterer kleiner Wehrmutstropfen: Es lassen sich zwar beliebig viele Tasks erstellen, es können jedoch maximal zehn gleichzeitig aktiv sein. Dies mag vor allem darin begründet sein, dass man die Server nicht durch ständige Abfragen überlasten will, aber bei den Millionen von Möglichkeiten erscheint mir diese Einschränkung auf nur zehn etwas gering.

So, und das Beste zum Schluss: nachdem ich eine meiner zwei Einladungen bereits via Twitter hinausgab, verlose ich hier in den Kommentaren die zweite. Einfach bis zum 16.02. (Mittwoch) 18:00 Uhr unter diesem Beitrag mit gültiger Mailadresse kommentieren und schon wandert ihr in den Lostopf. Der Gewinner wird (Nick)namentlich dann auch in den Kommentaren bekannt gegeben.

15 Gedanken zu „ifttt Kurzvorstellung und ein Invite zu verlosen“

  1. Grundsätzlich scheint die Idee nicht schlecht zu sein, doch ich werde immer komisch angeschaut, wenn ich meine Tweets oder meine Gowalla-Checkins auch nach Facebook schicke.

    Oder habe ich das Prinzip jetzt falsch verstanden?

    PS: Besonders der Vergleich mit den Programmierern gefällt mir, da fühle ich mich gleich angesprochen ;)

    1. Für mich persönlich liegt der Sinn besonders im Filtern: Nicht alle Tweets und alle Checkins machen Sinn bei Facebook gepostet zu werden. Aber es sind auch weitere Aktionen möglich, die gar nicht bei anderen auflaufen: Bestimmte Links automatisch bei Read It Later oder Delicious zu speichern kann dir selbst zum Beispiel nützlich sein, und (insb. Read It Later) verursachen dabei keine Duplizierung, die andere sehen. Die Möglichkeiten zu Filtern sind schon ziemlich groß, und das finde ich auch gerade das Interessante – denn Twitter und Facebook kann man auch ohne eine Drittanbieter-Anwendung verbinden.

  2. Pingback: xl_ent
  3. Hört sich echt interessant an. Soetwas innovatives ist mir lange nicht mehr über den Weg gelaufen! :) Über nen Invite würd ich mich natürlich freuen!
    Danke für den Post.

  4. Pingback: xl_ent
  5. Und ausgelost wurde 4n3ury5m – Invite ging soeben raus (sorry für die Verspätung. Hamburg-Derby hatte ungeplanterweise doch Vorrang). Viel Spaß beim Testen!

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