DIY: Aufbewahrungskorb aus Zeitungspapier

Schon vor längerer Zeit gebastelt, wird’s hier aber langsam mal Zeit das gesamte Teil zu veröffentlichen: Für den ganzen lose rumfliegenden Kram den man so hat kann man sich hervorragend aus allen möglichen Materialien Körbe basteln. Ziemlich einfach geht es (es sieht viel komplizierter aus als es wirklich ist, ich schwör!) zum Beispiel aus Zeitungspapier, und das geht so:


  1. Zunächst mal was man braucht: Zeitungspapier (Menge je nach Größe des Korbes), Sprühlack zum Versiegeln, Schere, Kleber, Tacker und wer mag noch Farbe und Pinsel.

  2. Zu Beginn einmal zwei Zeitungsdoppelseiten an der kurzen Seite zusammenkleben

  3. Jetzt in der Mitte der langen Seite durchschneiden. Also nicht da, wo ihr geklebt habt – logisch oder?!

  4. Aus beiden Seiten jeweils einen eigenen Streifen zusammenfalten. Die Breite könnt ihr variieren, ich empfehle ca. 5cm pro Streifen. Am Ende zusammenkleben

  5. Das ganze so oft wiederholen, bis ihr 18 solcher Streifen habt

  6. Wer mag kann die Streifen nun farbig bemalen. Ich habe mich bewusst für eine nicht komplett deckende Farbe entschieden, damit der Charme des Zeitungslayouts erhalten bleibt, aber gleichzeitig der Korb nicht durch einzelne Stellen mit Fotos oder großflächigen Werbeanzeigen bekannter Elektronikläden nicht an einzelnen Stellen auffälliger wird als an anderen

  7. Kleber und Farbe gut trocknen lassen. Der einfachste Teil 😉

  8. Jetzt gehts los! Sechs Streifen parallel neben einander legen und weitere sechs um 90° gedreht ebenfalls eng neben einander darauf legen, so dass ein gleichmäßiges Kreuz gelegt ist. Sechs Streifen sind erstmal über und werden zur Seite gelegt. Die sechs mal sechs werden Streifen miteinander verwoben – genau wie beim Weben. Sechs parallele Streifen werden also abwechselnd unter- und über einem quer dazu liegenden Streifen gelegt, wobei der Nachbar jeweils an der gegenteiligen Position liegt. Die sechs quer liegenden Streifen sind damit am Ende also bereits automatisch verwoben.

  9. Jetzt kommen die zur Seite gelegten sechs Streifen zum Einsatz: Immer zwei werden an der kurzen Seite zusammen getackert, sodass also 3 doppelt so lange Streifen entstehen.
    Vom Korb Boden den wir eben gewoben haben nehmen wir jetzt jeden zweiten Streifen am Rand – und zwar immer denjenigen, der unter einem anderen liegt, und klappen ihn hoch. Einmal falten, damit die Kante stabilisiert wird. Jetzt nehmen wir den ersten der doppelt so langen Streifen und legen ihn einfach außen um die hochgeklappten Streifen herum. Wenn Ende und Anfang wieder aufeinander treffen, werden sie zusammen getackert (oder auch geklebt, aber das braucht ja Trockenzeit…)

  10. Den zweiten verlängerten Streifen muss man nun wieder entgegen dem vorherigen einweben, das heißt, alle noch unten liegenden Enden werden hochgeklappt und hinter denen, die bereits auf der Außenseite den untersten Streifen haben, muss er innen entlang geführt werden. Am Ende wieder zusammen tackern und dann den letzten Streifen wieder so rum wie den ersten verweben. Dann dürfte es ungefähr so aussehen wie oben.
    Jetzt kommt der kniffligste Teil: Die überstehenden Enden werden über die Kante drüber nach unten umgeknickt und jeweils unter die oberste Reihe geschoben. Gegebenenfalls müssen sie dafür etwas gekürtzt werden. Der Korb bekommt hierdurch deutlich mehr Stabilität, außerdem sieht der Rand deutlich hübscher aus als wenn man die Enden bloß abschneidet, also lohnt es sich doch, einmal die blöde Fummelarbeit erledigen

  11. Und dann ist es auch schon fast vollbracht. Den ganzen Korb inkl. Boden Innen- und Unterseite mit einer guten Schicht Klarlack ansprühen – das verleiht ihm nicht nur noch mehr Stabilität sondern sorgt auch dafür, dass das Zeitungspapier nicht vergilbt.

Hinterher ist man doch überrascht wie einfach und vor allem schnell das erledigt ist und man könnte tausende Körbe weben. Oder man animiert einfach ein paar Freunde, das sie das restliche Zeitungspapier für eigene Körbe benutzen, wie es zum Beispiel der Tobi gemacht hat, der lieber eine ungefärbte Variante in anderer Größe haben wollte, aber ansonsten alles genauso wie oben beschrieben gemacht hat:

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