Die Sache mit den Blogger Relations

Ich vermute schon vor dem Schreiben, das dieser Beitrag sowieso kaum jene erreicht, für die er gedacht ist. Aber vielleicht, vielleicht, bringt es ja trotzdem irgendwas:

Liebe PRler, Marketing-Mitarbeiter, Social Media Verantwortliche und Co,

wenn ihr einen Blogger anschreibt um damit irgendetwas für euer Unternehmen zu erreichen, wie zum Beispiel einen Gastbeitrag, Werbung oder Vergleichbares, dann verschickt weder Massenmails mit individualisierter Anrede, noch nichts sagende Zwei-Sätzer in denen ihr glaubt irgendein relevantes Wort untergebracht zu haben. Es nützt euch sowieso nichts! Ihr macht euch damit doch nur selbst unnötigen Aufwand, der in dieser Form keine Früchte tragen wird.

Ich will euch gar nichts Böses. Ich hasse Unternehmen nicht (nicht per se jedenfalls). Wenn ihr irgendetwas von mir als Blogger wollt, dann will ich, dass ihr euch soweit mit meinem Blog befasst habt, dass ihr wenigstens wisst, um was es hier in etwa so geht. Und wenn ihr mich um etwas bittet, von dem ihr euch einen Vorteil erhofft, dann seid so fair und kommt ehrlich mit der Sprache raus, worum es euch geht. Und dann erhofft euch bitte keinen ewig währenden Dank von mir, weil ihr mir das mühselige Schreiben eines Beitrags gespart habt – sondern verhaltet euch so, wie ihr es auch tun würdet wenn ihr sonst einen Fremden um etwas bittet. Überzeugt mich, was ich oder noch besser meine Leser davon haben, wenn ich euch diesen Gefallen erweise. Inhalt? Das schaffe ich auch alleine – sonst gäbe es diese Seite doch gar nicht! Und verlangt nicht von mir, das ich euch noch eure Arbeit abnehme indem ich euch vorschlage, was für meinen Blog interessant sein könnte. Wenn ich mir ein schönes Thema überlegt habe, kann ich auch allein darüber schreiben, sonst wäre ich kein Blogger geworden.

Und wenn ihr richtig was lernen wollt zum professionellen Umgang mit Bloggern, dann googelt das doch einfach mal. Es haben schon eine Menge Menschen mit viel Erfahrung schlaue Tipps niedergeschrieben, die so falsch nicht sein können. Ein nettes Beispiel ist zum Beispiel dieses Worksheet für Blogger Relations. Bitteschön, jetzt müsst ihr nicht mal mehr googeln!

So, nun wage ich zu hoffen, dass die für mich total irrelevanten Mails ein kleines bisschen weniger werden. Wäre doch wirklich schön. (seufz)

Kommentar schreiben