Facebook, Xing, Twitter und Co – Wen lasse ich wo rein?

networksVernetzung auf diversen Onlineplattformen ist natürlich ein dauerhaftes Thema für mich – ganz besonders als Selbstständige, aber auch vorher schon. Immer wieder gibt es Situationen in denen zum Beispiel Freundschaftsanfragen auf Facebook gestellt werden, die mir eigentlich gar nicht so angenehm sind.

Leute, die ich seit der Grundschule nicht gesehen habe, ignoriere ich dabei für gewöhnlich guten Gewissens. Ganz anders aber sieht es bei meinen Kunden aus. Einfach so ignorieren kommt für mich nicht in Frage, das ist ja doch recht unhöflich – finde ich jedenfalls. Aber normal annehmen möchte ich Kunden, zu denen ich wirklich eine rein berufliche Beziehung führe, auf einem eher privaten Netzwerk wie beispielsweise Facebook auch nicht so gerne. Die Alternativen lauten also, die Kunden anzunehmen, sie aber in sehr eingeschränkte Listen zu stecken.
Noch komplizierter wird es bei Menschen, die sowohl Kunden, aber auch vorher schon Netzwerkkontakte von mir waren, vielleicht sogar welche von der Sorte, mit denen ich öfter ein paar Feierabenddrinks genieße. Nur weil sie Kunden geworden sind, will ich sie nicht von meinen Beiträgen ausschließen, doch teilen möchte ich sie – während eines Projektes jedenfalls – auch nicht unbedingt mit ihnen. Da bleibt die einzige Alternative: Während konkreten Projektphasen selbst auferlegtes Schweigen durchsetzen.

Deutlich einfacher ist da ein reines Berufsnetzwerk wie Xing: Hier kann gerne jeder kommen. Tatsächlich ist es das einzige Netzwerk von dem ich wirklich denke „Je mehr Kontakte, desto besser“. Immerhin aktualisieren die meisten Leute bei Xing nicht nur regelmäßig die Angaben zu ihrer beruflichen Situation, sondern auch Emailadressen und Telefonnummer. Als sich-selbst-aktualisierendes Adressbuch ist Xing also wirklich sehr nützlich. Der einfache Datenfreigabeprozess durch den ich unterscheide, wer welche Kontaktdaten sehen darf, macht es umso bequemer.

Auch Twitter ist kein Problem in solchen Fragen, denn im Gegensatz zu den anderen bisher genannten ist es ein asynchrones Netzwerk. Das heißt also, wer mir folgt, dem muss ich nicht zwangsläufig zurückfolgen. Außerdem sind hier sowieso alle Einträge auch für Nicht-Mitglieder öffentlich einsehbar, weshalb ich dort sowieso nichts anderes schreibe, als was auch die Öffentlichkeit lesen darf. Und über neue Follower mit interessanten oder hilfreichen Anmerkungen freue ich mich natürlich immer.

Alle anderen Netzwerke erwähne ich deshalb nicht, weil sie entweder einem sehr speziellen Zweck dienen (bspw. foursquare dem Teilen des aktuellen Aufenthaltsorts), und diese sind für mich in aller Regel komplett privat und für Kunden auch nicht wirklich interessant.

Dieser Beitrag ist Teil der Blogparade: Facebook, XING, Twitter und Co. – Wen lasse ich wo rein?, zu der Ute auf Contentwerk.eu aufrief und an der ich gerne teilnehme: Es geht um die sozialen Netzwerke wie Facebook, Xing und Co. und die Vermischung von beruflichen und privaten Kontakten, speziell als Selbstständige.

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