Nerd-Trip: What happens at Rømø stays at Rømø!

Pfingsten, zwei Autos mit sechs Digital Natives und ein langer Damm, der eine Insel mit dem dänischen Festland verbindet. Ein Spiel Penny Can klärt die Aufteilung der letzten zwei Zimmer. Es wird gegrillt. Bohemian Rapsody Kanons werden gesungen, Katzen mit den Worten „Catconte hier mal nicht so rum!“ verscheucht, Leute die keine Lust haben werden zu Würfelspielen verführt. Der Sitzplatz am Frühstückstisch wird nicht mit dem Handtuch, sondern dem Smartphone freigehalten. Abends werden Zombies am Hubschrauberlandeplatz bekämpft 2013-05-19 21.53.37 und später noch die Welt gehashtagt. Drei nebeneinander liegende und identische iPhones werden nacheinander geswiped, weil die Ladebildschirme alle gleich aussehen und Steckdosen außerhalb der Küche Mangelware sind. Aluminiumdosen werden zerschnitten, um das WLAN auch auf dem Klo noch benutzen zu können. Jeden Tag wird gegrillt, einmal wird auch die Sauna benutzt. Erfahrungen werden gemacht, einige ernste Gespräche im Halbdunkel der Terrasse direkt am Wald geführt. Am Strand werden Muscheln gesammelt und viele Fotos für Instagram aufgenommen. Noch mehr Meta-Fotos folgen. Nur einer traut sich, die Schuhe auszuziehen und das Wattenmeer zu betreten. Wir singen, wir tanzen, wir springen, wir drehen uns im Kreis und landen auf den Füßen. Dann gehen wir schlafen. Das letzte gemeinsame Frühstück, Checkout, nochmal zusammen an den Strand. Der Damm führt uns zurück aufs Festland. Nach der Grenze ein Aufschrei der Freude über mobiles Datennetz ohne Roaming-Gebühren. Ein letzter gemeinsamer Kaffee an der ersten Raststätte nach der Grenze, dann fahren zwei Autos ihres Weges und wir sind wieder in Hamburg.

* Ihr habt doch nicht wirklich geglaubt, dass ich hier post-privacy-alike Geheimnisse verrate, oder?!

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