Vor schon längerer Zeit nahm ich im Attraktor e.V. an einem Workshop über Siebdruck teil. Siebdruck ist ein Druckverfahren, mit dem besonders häufig Textilien bedruckt werden. Da im Gegensatz zu anderen Druckverfahren nicht unbedingt aufwändig belichtete Platten oder Spezialmaschinen notwendig sind, sondern man sogar mit Papier-Schablonen arbeiten kann, ist das Siebdruckverfahren vor allem für Künstler und Bastler interessant, da sich mit weniger Aufwand so auch Einzelstücke oder Kleinserien herstellen lassen.

Foto von Markus Ulsaß

Foto von Markus Ulsaß



Ich kann es jedem, der sich für handwerkliche Hobbys interessiert, nur empfehlen! Eine Siebdruckmaschine ist aus Holzresten mit etwas handwerklichem Geschick tatsächlich nicht schwer zu bauen. Im Workshop haben wir es nach der Anleitung der Offenen Werkstätten gemacht. Das einzige Teil, dass es nicht unbedingt in jedem Baumarkt gibt, ist die Gaze, unter dem Begriff “Siebdruckgewebe kaufen” findet man in der Suchmaschine seiner Wahl allerdings wirklich zahlreiche Ergebnisse.

Nun nur noch Siebdruck-Farbe besorgen (falls es keine Künstlerbedarfsläden in der Nähe gibt hilft auch hier das Internet). Grundfarben plus schwarz und weiß reichen eigentlich auch – die Farben lassen sich genauso wie früher im Tuschkasten gut miteinander vermischen. Das Drucken selbst ist dann wortwörtlich kinderleicht, was uns zahlreiche unter-zehn-Jährige im Workshop bewiesen haben. Etwas Kraftaufwand ist zwar von Nöten, wie mein Lieblingszitat des Tages beweist: „Es heißt nicht umsonst Druckverfahren!“, aber kompliziert ist es wenigstens nicht. Anschließend wird die Farbe noch mit einem Heißluft-Dings (wie ein Föhn, nur heißer) getrocknet, und schon sind die individuellen Stücke fertig! Man kann sich an einfache Schablonen halten, oder richtig kreativ austoben. Dazu sei unter anderem das Stichwort Irisdruck in den Raum geworfen, mit dem Mathias, einer unserer Workshop-Leiter, bleibende Begeisterung bei uns hervorgerufen hat.

Und jetzt endlich zum Endergebnis:

Fotos und mehr vom Workshop gibt es übrigens auf dem Attraktor-Blog.