Postkarten aus aller Welt dank Postcrossing

Postcrossing from Japan
“Send a postcard and receive a postcard back from a random person in the world!” – das ist das Motto von Postcrossing. Postcrossing ist eine Plattform mit über 400.000 registrierten Benutzern aus 216 Ländern der Welt, die alle eins gemeinsam haben: Sie verschicken und empfangen gerne Postkarten. Klassische, alte, ganz analoge Postkarten.

Postkarte Ja, ich gestehe: Ich gehöre dazu. Ich sammle Postkarten. Und ich freue mich jedes Mal wie ein Schneekönig, wenn ich meinen Briefkasten öffne und eine bunte Postkarte irgendwo vom anderen Ende der Welt darin liegt, die ein mir gänzlich unbekannter Mensch mit lieben Grüße an mich geschickt hat.

Vermutlich ist da noch dieser alte Trieb vom (Jagen und) Sammeln übrig, der mich gerne Postkarten sammeln lässt. Eigentlich ist mir auch egal, wo es herrührt, Fakt ist: Ich liebe es! An meiner Wand hängt schon eine DIN A 1 große Collage, und längst hat sich wieder ein Stapel gebildet, der irgendwie dazu gehangen werden will. Die Motive reichen von kitschigen, typisch-touristisch-spießigen Ansichtskarten über Drucke von lokalen Künstlern oder Fotos von sonstigem Kulturgut (Essen ist auch außerhalb von Instagram beliebt, wenn es gut fotografiert wurde).

Besonders gut finde ich dabei das System, dass sich die Macher von Postcrossing ausgedacht haben, damit man nicht ständig Karten aus den selben Ländern bekommt, denn sonst wäre es ja schneller langweilig. Trotz der ungleichen Verteilung der Mitglieder in den jeweiligen Ländern – Finnland ist zum Beispiel ziemlich weit vorne – und der freien Wahl, ob man auch Karten aus dem eigenen Land erhalten möchte oder nicht, sorgt ein bestimmt ganz schlauer Algorithmus nämlich dafür, dass sowohl beim Senden als auch beim Empfangen die größtmögliche Vielfalt gewährleistet ist. Und wem das beim Absenden gar nicht so wichtig ist, kann das System für die anderen unterstützen, indem er sich freiwillig bereit erklärt, häufig Karten in die selben Länder zu schicken. Auf die Karten, die man erhält, hat dies aber keinen Einfluss. Deshalb schicke ich auch relativ häufig Karten nach Finnland und Russland – weil mir relativ egal ist, in welchem Land die Empfänger wohnen, denn es sind ja trotzdem immer wieder andere Menschen. Und wenn ich trotz des Wirren Geschwurbels hier am Ende nun in irgendjemandem die Lust geweckt haben sollte, das auch mal auszuprobieren: Postcrossing.com ist der Anlaufpunkt.

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