7 Tage, 7 Links im neuen Jahr

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Isabella hat ihre Fernbeziehung zum Netzfeminismus verschriftlicht, und diesen Text finde ich ziemlich gut, weil er für mich nicht nur ähnlich gilt, sondern auch generell meine Beziehung zum Feminismus (also auch außerhalb des Webs) darlegt. Unbedingt lesen!

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Auch sehr gut finde ich das Projekt Heimwegtelefon. Die Nummer 030 – 12074182 kann (zum Ortstarif) angerufen werden, wenn man sich allein auf dem Heimweg befindet und zum Beispiel Angst hat oder sich unwohl fühlt. Am anderen Ende warten (derzeit leider nur freitags und samstags, jeweils 22 bis 2 Uhr) zwei Berlinerinnen, die sich euren Standort durchgeben lassen und nett plaudern, um den Weg zu verkürzen. Idealerweise reicht das Telefonat an sich bereits aus um Selbstsicherheit zu vermitteln und potentielle Angreifer abzuschrecken, im Ernstfall aber reagieren die Freiwilligen auch. Das Projekt ist noch auf Spenden für die Gründung angewiesen, aktuell läuft es aber als Testphase und übrigens nicht nur für Berlin, sondern ganz Deutschland.

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Lieblingslink der Woche: how muchto make an app? (und die Überraschung kommt dann am Ende. Aber dazu sag ich jetzt nicht mehr).

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Hawaii verbannt Plastiktüten per Gesetz. Zwar nicht vollkommen (lose Waren wie Nüsse o.ä. dürfen weiterhin in Plastiktüten verpackt werden), aber zumindest vom Kassenfließband im Supermarkt. In den ersten Regionen geht es heute in einer Woche bereits los, der Rest zieht noch nach. Langfristig ist auch eine Gebühr auf Papiertüten geplant, um die Nutzung von Einmal-Verpackungen weiter zu reduzieren, selbst wenn sie recycelbar sind. Als Inselstaat bekommen Hawaiianer wohl deutlich vor Binnenlandbewohnern direkt vor Augen geführt, wo diese Wegwerfgesellschaft hinführt, und hatten deswegen politisch keine besonders großen Probleme bei der Durchsetzung. Ein guter, erster Schritt meiner Meinung nach.

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Thematisch passend und was ich auch erst diese Woche erfuhr: In Deutschland kann man kleine Mengen Elektroschrott kostenlos über die Deutsche Post zur Entsorgung bringen. Die genauen Regeln stehen einfach erklärt dort nachzulesen. Gerade in ländlichen Regionen, wo nicht sechs Recyclinghöfe in einer Stadt sind, ist es oft sehr unpraktisch, für einen kaputten MP3-Player über 20 km mit dem Auto zu fahren oder auf das einmal im Jahr auftauchende Schadstoffmobil zu warten, deshalb finde ich das großartig.

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Und nochmal großartig: Das Design dieser Möbelstücke. (Hier) zwei Tische und vier Stühle in sechs Regalelementen versteckt – na, schon entdeckt? Platzsparend und sehr stylish.

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Eine tolle Fotoserie in der NY Times von Thierry Cohen zeigt imposant, wie der Nachthimmel in internationalen Großstädten aussehen könnte, wenn keinerlei Lichtquellen vorhanden wären, die den Ausblick auf die Sterne verfälschen. Wirklich wunderschön und stimmt einen schon irgendwie nachdenklich.

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