Oh, schon wieder 8. März: Das ist jedes Jahr der Weltfrauentag (oder auch internationaler Frauentag). Letztes Jahr hatte ich dazu schon mal geschrieben, wie zum Beispiel die Verteilung auf männliche und weibliche Blogautoren in meinem Reader aussieht. Das ist doch ein guter Grund, mal zu schauen, was sich nach einem Jahr geändert hat:
Das liebe Fräulein M hat mir einen Award zukommen lassen der da heißt “Liebster Blog”, womit ich erstmal völlig überfordert bin, weil ich normalerweise solche “Stöckchen” (denn sowas ist das, in etwa) nicht annehme. Weil der hier aber so schön ist und eine gute Intention hat mache ich mal mit. Der Award soll nun weitergegeben werden, und zwar an kleine, unbekannte (und nicht schon tausend Mal empfohlene) Blogs.

Die ersten nutzten Worte wie “Bücherverbrennung” und schon ging es los: Der Online-Kindergarten tobt auf, der Shitstorm geht los, zwei Lager bilden sich, eine Facebook-Gruppe ist gegründet. Halt, um was ging’s? Michael Seemann, im Internet besser bekannt als Blogger und Twitter-Literatur-Kritiker mspr0 (eigenes Blog HIER und Schreiber bei Twitkrit, Podcast-Projekt Wir. müssen reden sowie Twitter-Account mspro) hat eine Stellungnahme zur Stilllegung seines Blogs CTRL-Verlust bei der FAZ.net veröffentlicht – auf seinem privaten Blog, versteht sich. Der Twitter-Shirtstorm beginnt. Nach einiger Zeit landet bei Carta eine Stellungnahme der FAZ, und mittlerweile ist das Thema auf so ziemlich jedem Blog der was auf sich hält behandelt worden (klar reihe ich mich da ein).
Der so benannte “Kampf” von Bloggern gegen Printmedien geht also in eine weitere Runde.
Für diejenigen, die es noch nicht mitbekommen haben hier nochmal die Kurzfassung um was es geht: Die Welt Kompakt, eine Tageszeitung vom Axel Springer Verlag, die damit wirbt “anders” zu sein, sich fortschrittlich und als online-verstehende Zeitung gibt, plant für den 30. Juni (de Tag der Bundespräsidentschaftswahl) ein sogenanntes Experiment, indem sie namenhaften Internetgrößen, größtenteils Blogger, die Redaktion übergeben wird.
Klingt nach einer guten Aktion? Sagte der ein oder andere Blogger auch schon. Aber wie die Welt so ist, gibt es immer ein paar Meckerfritzen, die in diesem Fall den nicht unwichtigen Aspekt des Honorars betrachtet haben. Das sollte es nämlich nicht geben.
So langsam geht’s los in der Blogosphäre mit Flattr (wer nochmal wissen will was das ist bitte einfach unter den ähnlichen Artikeln unten nachlesen). Große Blogs wie netzpolitik.org, Spreeblick, Carta und auch die Online-Version der taz haben den Micro-Payment-Dienst eingebunden und nun ihre erste Abrechnung miterlebt. Dabei rausgekommen ist so einiges, je nach Bekanntheit des Blogs ging es sogar über 200 € für einen angebrochenen Monat. Am meisten geflattrd wurde übrigens der Chaosradio-Podcast – wobei das nicht zwangsläufig das meiste Geld bedeutet, aller Wahrscheinlichkeit nach dagegen wieder doch.
Bei allen Einzelauswertungen die ich so gelesen habe gab es tatsächlich eine interessante Gemeinsamkeit: weiterlesen

So, nachdem ich heute morgen Teil 2 meiner praktischen Prüfung erfolgreich bei de Handelskammer abgegeben habe ist es nun nach der Ankündigung heute so weit und ich stelle euch bei Ein Herz für Blogs ein paar kleine, deutsche Blogs vor denen ich mehr Aufmerksamkeit wirklich gönne.
Heute versuch ich mal was Neues: Eine Kategorie namens “Diskussionsbedarf” ist jetzt eingerichtet und dies soll der erste Beitrag sein. Ich wünsche mir hier ein bisschen Beteiligung in Form von Kommentaren mit Meinungen oder auch eigenen Fragen zu dem Thema in die Runde, und hoffe mal ganz uneigennützig das sich wirklich eine kleine Diskussion dazu ergibt.
Das Thema “Leseempfehlungen auf Blogs” beschäftigt mich schon seit geraumer Zeit. Vor allem hatte ich selbst schon vor längerem darüber nachgedacht, sowas auch einzuführen, es für mich aber wieder verworfen. Doch nun habe ich die subjektive Beobachtung gemacht, dass das total “in” ist und immer mehr Blogger damit anfangen.
Ich kenne Leseempfehlungen von diversen Bloggern als mehr oder weniger regelmäßige Kolumne. Die Links führen dann zu Artikeln, die thematisch mit dem Blog gut zusammenpassen und deswegen den Leser desjenigen Blogs auch interessieren könnten. Sie behandeln oft Themen, die gerade (tages-)aktuell sind, denen sich der Blogger aus Zeitmangel aber nicht widmen konnte oder es sind weiterführende Berichte oder Meinungen zu Themen, über die er vorher schon geschrieben hat. Meistens (aber nicht immer) werden zu jedem empfohlenen Link auch entweder ein wenige Sätze umfassendes Exzerpt oder eine eigene Zusammenfassung gegeben, damit der Nutzer weiß, ob sich der Klick lohnt oder eher nicht.
Ich sehe jetzt allmählich immer mehr Blogs, die diese Art von Kolumne auch bei sich einführen – und langsam beginne ich mich zu fragen, ob sich das Abo des jeweiligen Feeds überhaupt noch lohnt. Die Blogosphäre referenziert sich bekanntermaßen sehr häufig selbst, und egal ob man diesen Aspekt jetzt gut oder schlecht findet, wird mit solch einer Kolumne diese gegenseitige Referenzierung auf ein neues Maß getrieben.

