Eindrücke von der ostfriesischen Schifffahrt

Falls ihr mal in Ostfriesland seid, kann ich euch einen Ausflugstipp mitgeben: Eine Fahrt auf dem Museumskutter Gebrüder. Das alte Segelschiff mit nachgerüstetem Hilfsmotor ist das letzte noch erhaltene Fischerei-Segelschiff in der Gegend. Seit der Restaurierung 1995 kann man im Sommer Tagesausflüge mitmachen und sich dabei ein bisschen Seemannsgarn von der ehrenamtlichen Crew erzählen lassen. Ich habe letzten Monat zu meinem Geburtstag eine solche Fahrt mit meinem Vater unternommen und dabei meine alte Heimat nochmal ganz anders erlebt, das war ziemlich beeindruckend. Hier ein paar vollkommen nicht-gelungene Handyschnappschüsse davon:
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I’m a Headphonelover!

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Rene Sasse hat ein schönes Fotoprojekt gestartet: Headphonelovers. Es geht um Kopfhörer, gute, schöne Muschelkopfhörer nämlich und bloß nicht diese hässlichen In-ear-Dinger. Aber nicht nur um Kopfhörer, sondern natürlich auch um Menschen, die sie tragen. Und wo sie sie tragen. Und wie sie aussehen, sowohl die Menschen als auch die Kopfhörer.

Seit heute ist auf der Webseite zum Projekt so einiges zu bestaunen. Unter anderem auch Fotos von mir, neben ganz vielen anderen Menschen versteht sich. Und das Projekt soll noch weiter wachsen, und ich bin gespannt, was nachher noch daraus wird (ich will jetzt hier aber keinen Spoiler ausplaudern).

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Bloggen und Bildrechte – ein langer Abriss

Für einen „kurzen Abriss“ ist das Thema einfach viel zu komplex, und das, obwohl ich weitestgehend versucht habe, es zu beschränken. Die große Frage, die mir auch von Bekannten häufig gestellt wird: „Worauf muss ich beim Bloggen bezüglich der Bildrechte achten?“ Man hört viel über Abmahnungen, fiese Stolperfallen und so weiter, dass ich die wichtigsten Dinge jetzt hier mal gesammelt zugänglich machen möchte – wobei die Thematik wie erwähnt ziemlich komplex ist und deshalb wirklich nicht alles Erwähnung finden kann.
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Nerd-Trip: What happens at Rømø stays at Rømø!

Pfingsten, zwei Autos mit sechs Digital Natives und ein langer Damm, der eine Insel mit dem dänischen Festland verbindet. Ein Spiel Penny Can klärt die Aufteilung der letzten zwei Zimmer. Es wird gegrillt. Bohemian Rapsody Kanons werden gesungen, Katzen mit den Worten „Catconte hier mal nicht so rum!“ verscheucht, Leute die keine Lust haben werden zu Würfelspielen verführt. Der Sitzplatz am Frühstückstisch wird nicht mit dem Handtuch, sondern dem Smartphone freigehalten. Abends werden Zombies am Hubschrauberlandeplatz bekämpft 2013-05-19 21.53.37 und später noch die Welt gehashtagt. Drei nebeneinander liegende und identische iPhones werden nacheinander geswiped, weil die Ladebildschirme alle gleich aussehen und Steckdosen außerhalb der Küche Mangelware sind. Aluminiumdosen werden zerschnitten, um das WLAN auch auf dem Klo noch benutzen zu können. Jeden Tag wird gegrillt, einmal wird auch die Sauna benutzt. Erfahrungen werden gemacht, einige ernste Gespräche im Halbdunkel der Terrasse direkt am Wald geführt. Am Strand werden Muscheln gesammelt und viele Fotos für Instagram aufgenommen. Noch mehr Meta-Fotos folgen. Nur einer traut sich, die Schuhe auszuziehen und das Wattenmeer zu betreten. Wir singen, wir tanzen, wir springen, wir drehen uns im Kreis und landen auf den Füßen. Dann gehen wir schlafen. Das letzte gemeinsame Frühstück, Checkout, nochmal zusammen an den Strand. Der Damm führt uns zurück aufs Festland. Nach der Grenze ein Aufschrei der Freude über mobiles Datennetz ohne Roaming-Gebühren. Ein letzter gemeinsamer Kaffee an der ersten Raststätte nach der Grenze, dann fahren zwei Autos ihres Weges und wir sind wieder in Hamburg.
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Weihnachtliche Grüße verschicken

Fröhöliche Weihnacht üüberall, tönet durch die Lüfte froher Schall – oder so ähnlich. Alle Jahre wieder ist es wieder so weit, bald ist Weihnachten. Merkwürdigerweise bin ich dieses Jahr noch lange nicht so angenervt wie die Jahre davor. Ob es daran liegt, dass ich nicht mehr bei meinen Eltern wohne wo meine Mutter alljährlich die Kelly Family Weihnachts-CD auspackt? Man weiß es nicht.

Was ich aber weiß ist, dass altmodische Weihnachtskarten für Tanten und Onkel dieses Jahr ausfallen (mal ehrlich, die Schlangen bei der Post sind „hübsche Briefmarken“ echt nicht wert.), sondern nur noch digitale Grüße verschickt werden. Aber bitte ohne Jingle Bells MIDI im Hintergrund und herumschwirrende Schneeflocken vor Google’n’pasteten Weihnachtsgedichten, sondern lieber ein netter Gruß mit einem Foto von einem selbst. Und nein, natürlich keinen 4 Jahre alten Gag wie Elfyourself. Das Internetz wird erwachsen, Kinners (okay, abgesehen von den Katzen), und Weihnachten ist besinnlich mit Familie, Kerzen undso.

Deshalb verschicke ich dieses Jahr mit gutem Gewissen eine kleine aber feine Schneekugel. Natürlich personalisiert. Und nein, meine Oma hat keinen Computer, keinen Internetzugang und keine Mailadresse, also schickt ihr das auch keiner. Puh, Glück gehabt.

So, genug Zeit gefressen und Quatsch gelabert, ich wünsche euch allen jetzt schon mal schöne Feiertage und schau dann mal, was ich in der Zeit so mach…