Tag Archive für social networks

Meine persönliche Einschätzung zu Google+

Ich kanns ja doch nicht lassen: Ich hab mir schnellstmöglich eine Einladung zu Google+ bzw. Google Plus besorgt und sofort ganz viele Sachen dort ausprobiert. Toll, ein neues Spielzeug! Natürlich werden auch gleich fleißig weitere Leute eingeladen, denn alleine macht so ein “soziales” Netzwerk schließlich keinen Spaß.

Auf den ersten Blick ist G+ tatsächlich gar keine so schlechte Sache. Aber auch ein “Facebook-Killer”? Toller Titel um Klicks zu erzeugen btw. Jetzt aber mal eine Betrachtung nach abflauen der ersten Euphorie, was taugt der neue Nerdspielplatz meiner Meinung nach?

Keine Prognosen für 2011

Beim Spiegel Stern Online-Ableger gibt’s mal wieder Qualität Klickstrecken vom Feinsten: Zehn Dinge, die 2011 (fast) aussterben werden tituliert der Elfseiter (plus Fotostrecke mit Symbolbildern natürlich). Geht ja schon gut los: man leitet gleich ein, dass keiner dieser Trends neu ist, sondern sich 2011 nur verstärken wird. Überschriftenthema ist damit schon mal irrelevant, aber auf “Zehn Dinge, die genau den selben Abwärtstrend wie 2010, 2009 oder gar 2008 verfolgen” würde natürlich niemand klicken. Aber schauen wir trotzdem mal, was wir da haben:

  1. Handschriftliche Briefe
    Okay, war ja klar dass sie mit was vernünftigem Anfangen, sonst hätten wir eh alle nicht weiter geklickt. Punkt für euch (aber neu ist der Trend wirklich nicht gerade).
  2. Postkarten
    No mail today…
    Katzenfalle

    Foto von kaiser_t (flickr) CC by-nc-nd 2.0

    Hm, ziemlich nah dran am ersten Punkt, ne? Wobei für mich persönlich als begeisterte Postcrosserin die Postkarte so schnell ganz bestimmt nicht aussterben wird, aber das ist eher ein Hobby und hat eine andere Bedeutung als früher. Ich sehe aber ein, dass die Mehrheit lieber ein selbst geschossenes Foto auf Facebook hochlädt. Doch auch hier gilt: Das ist nicht erst seit 2010 so…

  3. Papierfotos
    Fand ich ja schon immer grausam und wäre froh, wenn sie weg wären: Furchtbar schlechte Ausdrucke von Schnappschüssen die mit irgendeiner “tollen” Digicam gemacht wurden. Oh halt, das meinen die gar nicht? Geht schlichtweg um entwickelte Fotos im Gegensatz zu den digitalen. Also vernünftig entwickelte – respektive gedruckte – Bilder werden sich bestimmt nicht so schnell verabschieden. Sicher, es wurden und werden weniger, vor allem, weil man sich seine Bilder auch vor der Entwicklung mal in einer vernünftigen Größe ansehen und feststellen kann, dass die total unscharf oder einfach nicht ansehnlich sind. Ist doch gut, Selektion zur Qualitätswahrung. Die guten Bilder werden weiterhin für Mutti, Omi und den Wohnzimmerkamin entwickelt, in einen Rahmen gesteckt und verschenkt. Da schafft auch der digitale Bilderrahmen so schnell keinen Ersatz für. Jedenfalls so lange nicht, bis die Hersteller endlich begreifen, dass der Rahmen für ein Bild nach seinem Aussehen ausgewählt wird. Echte Marktlücke: hübsche digitale Bilderrahmen.

Onlinekram im Offline-Leben

Eine Ausbreitung von Online-Netzwerken im echten Leben – klingt im ersten Moment irgendwie ziemlich merkwürdig. Muss es aber gar nicht sein, wie einige aktuelle Kunstprojekte/Streetarts zeigen, zum Beispiel der durchaus bekannte I like-Button:
Frühstück Nummer 2 in Varese
CC Some rights reserved by Jürg Stuker on flickr

Und auch ein Dislike-Button wurde von slowRFX schon in Berlin gesichtet:
German newspaper #BILD adbusting with #facebook #dislike butt... on Twitpic

Gut, das meiste davon kennt man schon. Aber es gibt auch ein paar neue Visualisierungen des Themas, wie das Projekt von Agnes Lison und Marcel-André Casasola Merkle. Hier geht es um Flattr:

Verteilung Sozialer Netzwerke in Deutschland

Laut der aktuellen Studie der AGOF und Auswertung von Plan.Net bleiben soziale Netzwerke in Deutschland immer noch stark lokal verbreitet. Nur dort, wo meine Freunde sind, melde auch ich mich an – und meine Freunde hab ich eben meistens doch in meiner Nähe. Da es glücklicherweise aber nicht so viele Onlinenetzwerke wie Freundeskreise gibt, gibt es auf jedem dieser Netzwerke immer noch genügend Menschen, die ich völlig unbekannterweise zu meinen virtuellen Freunden hinzuzählen kann. Eine kurze Übersicht über die Dominanzen der Netzwerke nach Bundesländern:

Lesetipp

Ich hatte überlegt hier eine Rubrik im Stil von 6 vor 9 zu machen, allerdings habe ich mich dann doch dagegen entschieden weil ich das Blog hier nicht zu einer Linkschleuder umwandeln möchte.

Aber einen Lesetipp muss ich trotzdem unbedingt geben!

KW09 – ein kleiner Wochenrückblick

Was ich diese Woche so gemacht habe? Eigentlich gar nicht so viel, aber trotzdem mal ein kleiner Rückblick mit meinem Lieblingsthemenschwerpunkt dabei:

Erstmal war die CeBIT. Ich war nicht da, aber dank Twitter und diverser Blogs (im Besonderen sei hier mthie erwähnt) habe ich glaube ich das wichtigste oder zumindest das für mich interessanteste mitbekommen. Bis heute plaudere ich noch mit ein paar Leuten und merke anhand ihrer Eindrücke auch, dass es für mich ganz okay war, nicht dort gewesen zu sein. Die Webciety wurde live gestreamt und auch jetzt sind auf der Seite noch zahlreiche Videos auf dem Archiv aufrufbar.

Am Mittwoch war ich wie erwähnt nicht pokern, sondern im Kino um Alice im Wunderland einen Tag vorm offiziellen Kinostart zu gucken – drei Karten, die ich nur dank des Internets bekam und dazu noch unter 10% vom Preis einer durchschnittlichen Kinokarte dafür bezahlt habe. “Nice” sagt man dazu wohl.

Etikette in Social Networks

Ich hab mir mal wieder ein paar Gedanken über Social Networks und so gemacht. Diesmal kam der Anlass aus dem eher flüchtigen Bekanntenkreis via Facebook. Auch wenn Facebook und Co noch nicht wirklich Mainstream sind, zumindest in meiner Welt sind sie eben extrem weit verbreitet.

Heute geht es um den Beziehungsstatus. Zwei flüchtige Bekannte von mir waren ein Pärchen. Keine Ahnung wie lange, ob eher Jahre oder Monate, aber ich habe sie als Pärchen kennen gelernt und pflege zu beiden eher flüchtigen (wenn auch sehr netten) Kontakt, mehr nicht. An einem Tag sah ich nun auf Facebook von der einen Person: “XY ist single”. Oha! Gleich einige “Find ich gut” von mir nicht bekannten Personen dazu, die ersten Kommentare waren für Außenstehende nicht verständlich. Die Frage ist nun: Wie geht man mit sowas eigentlich “richtig” um?

Wie man sich mit Social Media unnötigen Stress verschaffen kann

… oder: Ich stehe kurz vorm Overload.

Social Media, für Privatanwender meist in Form von Social Networks, ist für viele aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Gerade in meinem Bekanntenkreis gibt es so einige “Early Adopter”, zu denen ich mich selbst in gewisser Weise auch zähle. Der Markt bietet ständig neues Zeug oder bestehende Plattformen bieten neue Features, die besser, schneller und toller als das bisherige sein sollen.

Social Media bietet viele Vorteile, zum Beispiel dass man alle (oder wenigstens viele) Freunde direkt über persönliche Neuigkeiten in Kenntnis setzen kann oder auch sich als Person im Internet präsentieren kann. Doch dazu gehört immer wieder Nachdenken und Lernen. Wenn ich bei Facebook ein Bild hochlade oder via Twitter einen Beitrag absetze, muss ich jedes Mal bedenken, dass das Internet nichts vergisst. Jeder der sich irgendwie mit der Thematik beschäftigt, weiß das eigentlich auch.

Beim kürzlichen Launch von Google Buzz habe ich festgestellt, dass ich mittlerweile gar nicht mehr so große Lust dazu habe,