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Es gibt öfter mal Momente in meinem Leben, da denke ich, gerade ist doch alles blöd und früher war alles ja viel besser. Dann wünsche ich mir, ich könnte die Zeit zurückdrehen zu diesem Punkt und dort weitermachen, und von da an alles besser machen. Vor einer Weile hatte ich mal wieder so eine Phase, der ein oder andere hat’s wohl bemerkt und mich in Grinch umgetauft. Aber nachdem ich jetzt eine Weile drüber nachgedacht habe ist mir klar geworden (unabhängig davon dass die Möglichkeit einfach zurückzugehen sowieso gar nicht real existiert), dass eigentlich früher gar nicht alles besser war. Es gab früher genauso viele schöne wie doofe Momente. Aber die doofen verdräng ich einfach und bewahre mir nur die schönen Erinnerungen. Das führt dann zu solchen Fehlschlüssen wie „vorher war alles besser“ und ist ziemlich kurz gedacht. Deshalb hab ich jetzt auch einfach beschlossen, mich nicht an irgendwelchen Zeitpunkten der Vergangenheit festzuklammern, sondern mir stattdessen mögliche, schöne Zukunftsmomente auszumalen. Und dann auf diese hinzuarbeiten, damit es möglichst auch wirklich dazu kommt. Oder wenigstens nah dran landet.

Und deshalb hab ich meinen neuen Job gekündigt. Aber nicht um zur vorherigen Firma zurückzukehren. Da war zwar manches besser, aber auch nicht alles. Und stattdessen stelle ich mich einfach nochmal der Herausforderung einer anderen neuen Firma. Das Potenzial ist da – ob es sich dort entfaltet wird man dann sehen. Falls jemand neugierig ist: Nach der Expedition am Nordpol geht es mit ähnlichem Wortspielpotential weiter: Ich werde ab April Pilot. Bei pilot. Und dann frag ich auch am Anfang gleich nach, wie viel sie wohl für den Domainnamen hingeblättert haben.

Keine Zukunftsmusik mehr: Flattr offline

Flattr hat gestern abend einige interessante Neuerungen verkündet. Dazu gehört unter anderem die Möglichkeit der direkten Spende eines festen Betrags, endlich eine offiziellen Bekanntmachung an welche Charity-Projekte ungenutztes Guthaben gespendet wird und das für mich größte Ding: Flattr-barkeit von Dingen, die sich nicht im Internet sondern in der realen Umgebung befinden.

Bei zeitweise fand sich diese Idee schon vor längerer Zeit, was ich damals auch hier schon beschrieb, und nun ist es wirklich umgesetzt. Es wird über einen QR-Code realisiert, der mit einer offiziellen App von Flattr ausgelesen wird. Übrigens gibt’s direkt ab Launch nicht nur iPhone und Android-Apps, sondern außerdem auch für Symbian und Windows Mobile.

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Onlinekram im Offline-Leben

Eine Ausbreitung von Online-Netzwerken im echten Leben – klingt im ersten Moment irgendwie ziemlich merkwürdig. Muss es aber gar nicht sein, wie einige aktuelle Kunstprojekte/Streetarts zeigen, zum Beispiel der durchaus bekannte I like-Button:
Frühstück Nummer 2 in Varese
CC Some rights reserved by Jürg Stuker on flickr

Und auch ein Dislike-Button wurde von slowRFX schon in Berlin gesichtet:
German newspaper #BILD adbusting with #facebook #dislike butt... on Twitpic

Gut, das meiste davon kennt man schon. Aber es gibt auch ein paar neue Visualisierungen des Themas, wie das Projekt von Agnes Lison und Marcel-André Casasola Merkle. Hier geht es um Flattr:

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